Arbeitsblatt für die Sitzung der Goetheanum-Leitung am 5. März 2019
Bestandsaufnahme
Bei der Sichtung kamen etwa 30 in Gebrauch befindliche Logoelemente zusammen (siehe Post vom 5. Februar.) Eine Essenz von zwölf Elementen wurde heraus kristallisiert. Besonderheit sind die Zeichen, die auf Rudolf Steiner zurückgehen. Ihre exzentrischen Eigenheiten beschränken die Anwendbarkeit – sie können nicht im vollumfänglichen Sinne als Logos dienen. Die sogenannte ‹Essenz› ist ecclectisch und schwer als Einheit aufzufassen. Die Kombination der verschiedenen Elemente führt zu keinem befriedigendem Resultat.
Die ‹Essenz›
Unbefriedigende Kombinierbarkeit
Aufgaben
Ziel der Arbeit ist es:
1. Ein System für alle gestalterischen Elemente, in dem möglichst alle Einzelteile kombinierbar sind.
2. Ein Gestaltungsprinzip, aus dem alle Gestaltungen einen Referenzpunkt erhalten.
Ansätze
1. Die Besonderheiten der sogenannten Zeichen, bergen Prinzipien in sich, die es weiter zu erforschen gilt. Neben den eröffnenden Zeichen hat Steiner Schlussvignetten entworfen und in einem Fall ein Zeichen in ein Signet verwandelt. Die Wandelbarkeit, die Metamorphosemöglichkeiten sind weiter auszuarbeiten und versprechen Ansätze zu einem tragenden Gestaltungsprinzip.
Metamorphose von exzentrisch zu konzentrisch
Zeichen zu flexiblen Gestaltungs-Elementen
2. Das Hochschulzeichen (Kern der vorhandenen Logo-Elemente) ist parallel zu den Entwürfen zum zweiten Bau entstanden. Die Formensprache des Goetheanumbau birgt charakteristische Linien und Prinzipien, die als grafische Inspiration befragt werden können.
Lineaturen
Charakterlinien
Aktuell ist ein ‹Logo-Tester› entstanden, um die verschiedenen Anforderungen sichtbar zu machen und die Stärken von Entwurfsrichtungen prüfen zu können: Verkleinerung, Ausrichtung, Kombinierbarkeit.
Logotester – Anforderungen an die Entwurfsrichtungen – pdf
Ergebnis der Sitzung ist: Das Bühnenlogo wird von der Mehrheit nicht als gemeinsames Zeichen unterstützt und damit wird der Auftrag formuliert ein neues Logo zu entwickeln, in dem der Goetheanum-Bau sinnlich erkennbar ist.